#GOALS

Sonntag, Oktober 11, 2015

Zurzeit absolut gegenwertig sind Sätze oder Hashtags wie 'goals‘, ’lifegoals’, 'perfection‘ und viele mehr unter Bildern von großen Instagram Profilen wie von Supermodels oder Schauspielerinnen, berühmten Instagrammern oder Youtubern wie zum Beispiel Alexis Ren und Jay Alvarrez, die derzeit in aller Munde sind. Ich persönlich finde die Videos richtig gut gedreht und natürlich sieht alles dort traumhaft aus - Strand, Sonne, Kalifornien, Surfen, Yachten, dicke Autos und schöne Menschen mit super Figuren. Dann denkt man sich schon manchmal: ‘Da wäre ich jetzt auch gerne, stattdessen sitze ich an meinen Schreibtisch, lerne für die Uni und esse Kekse, deswegen habe ich vielleicht nicht so eine Figur.’ Mache ich was falsch weil ich hier zu Hause sitze und nicht reise, von Yachten und Häuserdächern springe? Dann erwische ich mich manchmal wirklich dabei, wie ich solche Menschen beneide. Ich kommentiere vielleicht nicht mit dem Hashtag ’Goals’, aber ich denke es. Ist das wirklich mein Ziel? Was weiß ich überhaupt über diese Menschen? Nur das, was sie auf ihren sozialen Netzwerken teilen. Ich weiß nichts über ihre Probleme, Lebensgeschichte und alles was hinter ihren Bildern steckt. Sie posten nicht darüber, wenn es ihnen schlecht geht. Natürlich nicht, würde ich das machen? Wahrscheinlich nicht, denn das macht niemand gerne. Wir teilen, was uns glücklich macht, was wir möchten, dass andere sehen. Wir kreieren ein Bild von uns im Internet, das das möglichst Beste von uns ist und auch wie wir uns selbst gerne sehen. Ein Bild, dass andere vielleicht beneiden werden, weil wir besonders coole Klamotten, schöne Haare oder die neusten Schuhe haben. Das tun wir alle, nur dass wir vielleicht nicht so eine große Reichweite haben, wie Prominente. Ich finde es absolut nicht verwerflich sich Inspirationen zu holen, sich von bestimmen Dingen begeistern zu lassen und sich zu orientieren. Solange es keine Überhand nimmt. Darüber nachzudenken, dass niemand perfekt ist und was hinter dem Instagram-oder Facebook Profil steckt, ist sehr wichtig. Ich selbst möchte mich aus dieser Diskussion nicht herausnehmen. Auch ich habe mich als ich jünger war, sehr an anderen orientiert und gedacht‚ ‘so wie sie möchte ich sein‘ oder ’wenn ich so aussehe, geht es mir gut und alle werden mich mögen‘. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, sind diese Gedanken nicht gesund gewesen. Ich bin froh, dass ich nicht mit den Jahren entwickelt habe und mich selbst immer mehr als Vorbild genommen habe. Ein ’ich’ an dem ich arbeite, aber nicht mehr nach absoluter Perfektion strebe und mich mehr an meinen eigenen Ansichten orientiere.  Ich denke, dass ist ein sehr wichtiger Schritt im sich-selbst finden, im selbstbewusster werden und Wachsen. In der heutigen Gesellschaft ist ein ständiger Vergleich an der Tagesordnung und mit den sozialen Medien ist das ganze nochmals größer geworden. Es scheint wir alle haben eine interaktives Profil, was wir ständig mit neuen Informationen füttern, um anderen zu zeigen, wer wir sind oder eben seien möchten. Vor 20 Jahren gab es so etwas noch nicht, ich frage mich ob die Leute weniger selbstbewusst waren oder abgehobener? Diese Profile (meines eingeschlossen) scheinen doch ein Weg zu sein, unser Selbstbewusstsein und Selbstbild zu stärken. Schaut her wie toll ich bin, wie viel Party ich mache, was für tolle Urlaube, was für neue Klamotten ich habe, wie gesund ich esse, was für eine gute Figur ich habe.. Ich denke, mit dem wachsenden Vergleich und der Präsentation unser selbst, schrumpft unser Selbstbewusstsein. Wir müssen uns behaupten gegen Freunde, Models, Promis, aber warum? Das müssen wir doch gar nicht. Als #GOAL können wir uns setzen, die beste Version unser selbst zu sein, mit möglichst wenig Orientierung an anderen. So zu handeln, zu essen und uns zu kleiden, wie jeder einzelne es für richtig hält. Wenig abhängig von anderen, die wir nicht persönlich kennen und mehr abhängig von uns selbst und unseren eigenen Werten und Vorstellungen. 












Wie steht ihr zu den Thema? 
- Chiara -

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3 Kommentare

  1. Liebe Chiara!
    Kurz bevor ich Deinen Post gelesen habe, habe ich Ewigkeiten durch das Jay Alvarrez' Instagram Bilder geguckt, und mir genau diese Gedanken gemacht... Man wir neidisch und will am liebsten gleich in den nächsten Flieger springen und auch solche "beneidenswerten" Erinnerungen und Photos kreieren. Aber dann kamen mir ähnliche Gedanken wie Dir. Außerdem frage ich mich bei diesen beindruckenden Fotos die diese Personen gemacht haben, ob es für sie in dem Moment wirklich so war wie es auf dem Foto scheint. Genießen sie in dem Moment wirklich die Landschaft, die Gesellschaft ihrer Freunde etc oder denken sie ständig "Hoffentlich ist das Video/Foto so wie ich es mir vorgestellt habe", denn ich habe mich selbst schon in ähnlichen Situationen ertappt...
    Ich werde wohl noch etwas weiter dadrüber nachdenken und wohlmöglich meinen nächsten Urlaub planen, bis auch ich mich wieder an meine Uni-Sachen machen werde um meine persönlichen Life-Goals verfolgen!
    Liebe Grüße und schönen Sonntag :)

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  2. Hallo Chiara !! Ein sehr interessanter Post. Ich sehe es genau so wie du. Man sollte sich lieber auf seine eigenen Stärken konzentrieren und sich selbst treu bleiben.

    Alles Liebe
    x Luu

    http://julialuu.blogspot.de/

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  3. Dein Post regt wirklich zum Nachdenken an! Deine abschließenden Sätze gefallen mir total gut und der Meinung bin ich aus :)

    Liebe Grüße,
    Julia


    Littlest Fashion Show

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